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Mittwoch, 19. Mai 2010

Alle Jahre wieder: Marine-Look im Sommer

Marine-Look ist jeden Sommer in. Steht fast jeder, sieht schön frisch und sommerlich aus und mit etwas gutem Willen und viel Autosuggestion kann man sich auch am Züri-See fühlen wie Grace Kelly an der Küste von Monaco.

Ich persönlich schaue immer, dass es nicht allzu bieder & brav wirkt...Marine-Look und dann dazu Perlensteckerchen oder Bootsschuhe sind so mein persönlicher Alptraum. Und auch der famose dunkelblaue Marine-Blazer mit den Goldknöpfen ist im Zusammenhang mit dem Marine-Look in meinen Augen das Reservat von umfassend restaurierten alten Fregatten (um auch mal in den Begrifflichkeiten eines Seemannes zu bleiben ;-))....wobei ich das insoweit einschränken muss, weil ich einen schmal geschnittenen dunkelblauen Blazer beim unteren Look schon wieder cool finde.

Insoweit gibt es zwei nette Variantionen dieses Stils, mit der man das Ganze umgehen kann: entweder man macht einen auf Retro-Style oder lässt seinen inneren Matrosen raushängen.

Retro-Style:

Ein schönes Vintage-Tüchlein im Marine-Look findet man immer mal wieder auf dem Flohmarkt, im Brocki, Secondhandladen oder bei eBay. Du kannst es als Gürtelersatz verwenden, ins Haar binden, als Haarband nehmen, um den Hals wickeln oder ganz stilecht als Kopftuch binden - bitte hier an eine glamouröse Schauspielerin zwischen 1950 und 1960 denken.
Dazu ein schönes schlichtes weisses Shirt mit einem süssen Detail - derzeit bin ich ganz verliebt in die "erwachsenen" Puffärmelchen, die es derzeit bei H&M zu sehen gibt (Top: H&M).


Eine schmalgeschnittene dunkelblaue Hose in 7/8-Länge sieht nach Rimini oder Sylt in den 50ern, nach Audrey Hepburn und Vespa-Fahrerin aus (Hose: S. Oliver).

Süsse tomatenrote Ballerinas mit dicken Seiltroddeln machen den Look auch an den Füssen perfekt (Ballerinas: Pretty Ballerina).

Hinsichtlich des Make-Ups würde ich zu einem leichten sommerlichen Rot für die Lippen greifen, einem Hauch apricotfarbenen Rouge, schwarzer Mascara und sorgfältig betonten Augenbrauen greifen.


Matrosen-Style:

Alternativ finde ich auch die Kombination aus einem süssen rot-weiss geringeltem Shirt, einer lässigen Jeans im Boyfriend-Schnitt und den roten Ballerinas ansprechend - lässiger, sportlicher und irgendwie "rotziger" als der adrette Retro-Style. Tätowierungen wie ein alter Seebär sowie eine klassische Wayfarer sind optional. ;-)

Mit einem dunkelblauen Blazer wird auch dieser Look durchaus büro-tauglich, vorausgesetzt man arbeitet in keinem allzu konservativem Umfeld.

Top: H&M
Jeans: American Eagle, aber Jeans im Boyfriend-Fit sollten derzeit nicht wirklich schwer zu finden sein. Schaut mal H&M in der LOGG-Abteilung beispielsweise. ;-)

Blazer: H&M

Dienstag, 18. Mai 2010

Neues Gadget: Sony Ericsson U5i Vivaz


Nachdem ich mich die geschätzten letzten 7 Jahre (und gefühlten 25 Jahre) standhaft gegen einen Handyvertrag gewehrt habe, bin ich aufgrund einer Änderung meiner Lebenssituation und einem daraus resultierenden erhöhten Telefonierbedarf zu dem Entschluss gekommen, dass ich doch einen Vertrag brauche. Und ja, mal ein schickes Handy statt immer nur die ausgelutschten Prepaid-Schrottteile war auch Teil meiner Motivation - das gebe ich ganz offen zu.

Im Sunrise Shop an der Bahnhofstrasse (Übrigens eine Top-Empfehlung: Man hat sich nur kurz vor Ladenschluss für mich viel Zeit genommen und mich so super beraten, dass ich den Ladenschluss überhaupt nicht mitbekommen habe, sondern mich erst beim Rausgehen gewundert habe, wieso man die Tür für mich aufschliessen muss. Von 5 möglichen Punkte definitiv 5 im Bezug auf Service, Freundlichkeit & Beratung!) habe ich mir nach einer eingehenden Beratung vor 3 Wochen dann das Sony Ericsson Vivaz ausgesucht.

Entscheidend für meine Wahl waren
* das schlanke, glatte Design ohne Nummerntasten (es verfügt nur über einen Touchscreen)
* die Möglichkeit, auch von unterwegs die Welt zu beglücken (aka zu befacebooken, bebloggen, betwittern)
* die 8,1-Megapixel-Kamera, um auch unterwegs qualitativ hochwertige Bilder und sogar Videos machen zu können
* die Möglichkeit, sich Apps aufs Telefon zu laden (wobei ich offen zugeben muss, dass ich derzeit die SBB-Fahrplanauskunft als einziges, aber extrem praktisches App auf dem Vivaz habe)
* das angenehme Handling und die Tatsache, dass das Telefon gut in der Hand liegt
* und letztendlich der Preis von nur CHF 1 ;-)

In den gut drei Wochen habe ich mich soweit mit dem Vivaz beschäftigt udn all seine Funktionen ausprobiert, so dass ich mit gutem Gewissen nun meine Meinung kundtun kann ;-). Bislang bin ich wirklich sehr zufrieden, gerade die hohe Sprachqualität des Vivaz bereitet mir - neben den ganzen vielen Spielereien - sehr viel Freude.

Die einzigen Nachteile, die ich bislang ausmachen konnte, ist zum einen die Tatsache, dass der Touchscreen schnell verkratzt - wobei ich dies nicht unbedingt als grossen Nachteil ansehe. Für mich sind auch elektronische Gadgets - so sehr ich es liebe, mit ihnen zu spielen - in erster Linie Gebrauchsgegenstände, denen man den Gebrauch nach einer gewissen Zeit auch ansehen darf und Anti-Zerkratz-Folie finde ich spiessig. Zum anderen braucht es wirklich seine Zeit, bis man sich in der Menüführung des Vivaz zurecht gefunden hat und auch die Anleitung könnte für die Vielzahl von Funktionen gerne etwas ausführlicher sein.

Letztendlich würde ich das Vivaz aber dennoch jederzeit jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem edel designten Handy mit guter Kamera und einer Vielzahl von Zusatzfunktionen ist!

Mittwoch, 21. April 2010

Wunschliste Sommer 2010

Eine der grössten (und populärsten) Lügen über Schwangerschaft ist die folgende:

Heutzutage gibt es ja soooo tolle Mode für Schwangere!

Lüge, Lüge, Lüge.

Wer keine Lust auf Blümchenblusen im schmeichelhaften Zeltschnitt, "praktische" (lies: hässliche) Cargohosen oder so Loungepants (neudeutsch für Schluffihose) hat und nun (wie ich) nun auch nicht mit einem grossen Bauch gesegnet ist, der hat ein Problem. Wobei ich mich an dieser Stelle auch frage, wieso man da eigentlich mit A-Schnitten arbeitet...ich meine, einen 9-Monats-Bauch kann man doch auch damit nicht mehr kaschieren.

Gekauft habe ich bislang: zwei Longblusen, zwei Jeans (aus 2. Hand mit einem Bauchbund, fand ich komisch, dass die Hose da so unten endet und dann nur noch T-Shirt-Stoff da ist), ein schwarzes Kleidchen (auch aus 2. Hand, sehr süss, aber das sprenge ich mit meinen Anita-Ekberg-Brüsten mittlerweile) sowie zwei Bauchbänder. Ansonsten habe ich mich mit einer Boyfriendjeans in zwei Nummern grösser und zwei Shirts in M statt in S beholfen und meine Klamotten weitergetragen. Natürlich musste ich da massive Abstriche machen. Kleider? Vergiss es.

Von daher freue ich mich umso mehr, dass jetzt langsam das Ende in Sicht ist und habe schon einmal geschaut, was ich mir dann zulegen werde.

  • eine superzickige Sonnenbrille von Tom Ford



  • ein richtig adrettes "Ich-bin-Frau-Sauber-Kleidchen", dazu möchte ich rote Zicken-High-Heels von Navyboot kaufen (irgendwie merke ich gerade, dass ich auf dem Zicken-Trip bin)

  • eine schwarze schmale 7/8 Hose (zu tragen mit schwarzen Ballerinas)
Video hinzufügen
  • den Klassiker: Trenchcoat (werde ich wohl auf den Sale hoffen, weiss jemand zufällig, ob die auch in den Sale gehen?)

Dienstag, 13. April 2010

Einige kurze Gedanken zum Thema "Anonyme Kommentare"

Nein, ich bin nicht so selbstverliebt und ichbezogen, wie es hier manchmal rüberkommt. Überhaupt nicht. Bloggen ist eben so eine mehr (bei manchen) oder weniger nette (auch bei manchen) Art des Egotrippin'. Manch einer kann es sich kaum vorstellen, aber ich lese tatsächlich auch in anderen Blogs und die Linkleiste auf der rechten Seite dient wirklich nicht nur dazu, dort Platz wegzunehmen.

Was mir wieder einmal in den letzten Tagen aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass negative Anmerkungen und Kommentare oftmals als anonyme Kommentare gepostet werden. Oder andersherum ausgedrückt: bei den anonymen Kommentaren ist eine Vielzahl von neutralen oder negativen Kommentaren dabei; der Anteil scheint mir weitaus höher als bei den nicht-anonymen Kommentaren.

Zuerst frage ich mich, was der Sinn von negativen Kommentaren ist. Frust ablassen? Andere mies machen, damit man sich selber besser fühlt? Sich freuen, dass auch bei beliebten Blogs mit vielen Lesern mal etwas zu meckern da ist? Wieso kann man nicht nach dem Motto "If you can't say something nice, it's better to say nothing at all." die Klappe halten? Zumal auch hier wieder gilt: erst einmal selber besser machen.

Ich weiss, wer bloggt, begibt sich mit seiner Persönlichkeit und oftmals auch zu einem Teil mit seinem Privatleben in die Öffentlichkeit und muss damit rechnen, dass ihn die Leute nicht nur toll finden. Aber wir sprechen hier ja nicht von konstruktiver, sachbezogener Kritik, die dem Blogger weiterhilft, sondern - platt gesagt - von "doof von der Seite anlabern".

Dann frage ich mich, wieso man seine Kritik nicht auch einfach so unter seinem Namen äussern kann. Wieso muss das zu einem grossen Anteil dann anonym sein? Ist das Feigheit? Sind diese Personen nicht in der Lage, für ihre Meinung einzustehen? Oder geht es darum, der betreffenden Bloggerin von vorne (also mit nicht-anonymen Kommentaren) in den Arsch zu kriechen und ihr hintenrum mit den anonymen Kommentaren in selbigen zu treten.

Ab einem gewissen Alter sollte man doch die Reife haben, für seine eigenen Meinungen und Auffassungen einzutreten. Von daher kann ich nur sagen: anonyme negative Kommentare sucken mal big time und stammen anscheinend von Personen, die diese Reife einfach noch nicht haben.

Freitag, 31. Juli 2009

Kniet nieder, wenn die Hauptstadt kommt... - Teil I

...oder fahrt Taxi, wenn ihr dann da seid.

Berlin. Geliebte und zugleich mit ganzem Herzen gehasste Heimat. Keine S-Bahn? Kein Problem, es geht auch mit Bus & U-Bahn & Taxi super.

1 Woche, 7 Tage. Urlaub. Kurz-Reviews der Dinge, die ich gesehen habe.

Übernachtung.
Irgendwann ist man ja in dem Alter, wo man - auch wenn es noch so schön ist - nicht mehr bei Mama & Papa wohnen mag. Und schon gar nicht für eine ganze Woche. Also nichts mit Pankow, sondern stattdessen Mitte. Platte Mitte mit dem Slogan absolut berlin – absolut mittig – absolut no hotel wurde das Unterkunft der Wahl. Vielleicht hätte mich der Slogan schon stutzig machen müssen. "mittig" ist für mich genau so ein Unwort wie Prenzlberg oder Friedelhain. Gebucht hatten wir das Apartment Volxbühne.

Nun ja. Aaaaalso. Grandiose Ausblick. Und direkt am S-Bahnhof Hackescher Markt.

Aber: Originalstücke aus der vorletzten Jahrhundertwende sind für mich etwas anderes als nachgemachte Chippendale Ramschmöbel aus den 80ern. Und Kaffee und Tee gratis heisst für mich auch, dass da nicht 10 Teebeutel und ein winziges Gläschen Kaffee stehen und man sich an der Kaffeepresse ständig die Pfoten verbrennt, weils eben keine anständige ist, sondern so ein Billig-Ding.

Ingesamt daher nur 7 von 10 Punkten. Das nächste Mal woanders.


Sightseeing.

Touri-Sache und viel zu stressig. Muss ja nicht sein, in einer Horde bei einer Stadtführung mitzulaufen. Oder diejenigen der Touristen, die auf dem Bürgersteig Fahrrad fahren statt auf dem Fahrradweg oder der Strasse und dann auch noch die Frechheit besitzen, einen anzuklingeln. Die habe ich dann konsequent angepöbelt. Da haben die in ihrer ganzen Zeit wenigstens einmal erlebt, was es heisst, in Berlin zu sein.

Nicht fehlen durfte dann aber die Schiffsrundfahrt mit Berliner Weisse (dem Vernehmen nach ein klassisches Touri-Getränk, aber ich bin von da und darf das) und Mann (das war seine Idee). 1 Stunde auf dem Wasser in der Sonne schippern und das reicht dann auch. Mal etwas anderes und ich hatte das eben noch nie gemacht (dabei aber auch nichts verpasst).

9 von 10 Punkten. Einen Punkt Abzug gibts für die Ansagen auf sächsisch. Da habe ich die englischen besser verstanden.


Beobachtungen.

  • Standard-Berlin-Mitte-Outfit: Flache Schuhe (Plimsoles, Gladiatorsandalen, Sneakers) zu Leggins und irgendeinem Oversized-Oberteil. Nerd-Brille fakultativ. Tuch um den Hals gewickelt ebenso. Sieht scheisse aus, tragen da aber alle. Und sind ungefähr so individuell wie ein Haufen Ameisen.
  • Dafür wurde ich mit Mann von Radio Fritz betreffend unseres Styles interviewt. Ha.
  • Ed Hardy hatte an einem Morgen die volle Breitseite Farbbombe abbekommen. Naja. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Shopping.
  • MAC Pro Store am Hackeschen Markt. Erworben: Fluidline Eyeliner, loser Puder und eine Eyeliner Base zum mischen, damit ich mir aus meinen tollen Pony Hütchen Pigmenten je nach Wahl auch meine eigenen Eyeliner mischen kann. Beratung so lala. Nettigkeit auch. Lag aber evtl. auch daran, dass ich im wesentlichen da schon weiss, wo der Hase langläuft. 6 von 10 Punkten.
  • Fred Perry Flagshipstore (gerade gegenüber vom MAC). Erworben: nichts. Der Versuch mir ein Polo mit eingenähten Schulterpolstern aufzuschwatzen scheiterte kläglich, selbst der Hinweis Schulterpolster seien das next big thing nach den Leggins zog bei mir überhaupt nicht. Ich hasse Leggins. Der schwarze reduzierte Pencilskirt war in der 36 eindeutig zu klein und in der 38 ausverkauft, Shit. Aber wegen des Pencilskirts gerade noch 8 von 10 Punkten.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Kinky Promo-Shoot & Matrosenalarm



Da ich unter dem Namen "LES BOEFFS" ab und an des nachts Platten schwinge, damit die hübschen Mädchen auf der Tanzfläche mit ihren Hinterteilen wackeln, war da mal ein Promo-Shoot fällig. Und da wir schon so nett bei der sache waren, gabs auch gleich noch ein paar Familienbilder.
Pics: http://www.isabelle-grubert.de - Drink: Martini - Record Player: DUAL - Record: The Gaylads / Can't Hide The Feeling

Dienstag, 2. Juni 2009

Laute Musik zwischen Kühen & Bergen beim "Halt auf Verlangen" Festival 2009

Kurzbericht vom Wochenende: Es war richtig gut.


Das Grünenwald ist eine bestimmt gut über 100 Jahre alte Gaststätte entlang der Zahnradbahn von Luzern nach Engelberg. Total malerisch gelegen mit eigener Bahnhaltestelle und im totalen Nirgendwo. Nach Engelberg sind es schätzungsweise 5 km und die Zahnradbahn fährt einmal die Stunde. Umgeben von Wald und Bergen. Und sonst nichts. Der perfekte abgeschiedene Ort für laute Musik verschiedener Machart, begleitet von einer absolut liebevollen, süssen & detailverliebten Deko (leider habe ich nur Bilder vom letzten Jahr gefunden), lecker Wurst & Braten und nicht zu vergessen superlieben Leuten.



So sieht das Grünenwald im Winter aus. Noch nicht einmal in den Bergen ist es jetzt noch soooo kalt. ;-)




Samstags verschlug es uns tagsüber erst einmal auf den Titlis, einen Gletscher über 3000 m ü.N. Abends kamen wir dann gerade rechtzeitig an, um die Zürcher Lokalheroen "Wicked" zu bewundern, die kurzfristig für Admiral James T. eingesprungen waren. Klassischer, etwas powerpoppig angehauchter 77er Punkrock. 3 Minuten kurzer, guter Lärm.


Aus Norddeutschland beehrte die Veranstaltung "Mambo Kurt", seines Zeichens der Alleinunterhalter an der Heimorgel. Wer schon immer mal Sex Pistols auf der Heimorgel hören wollte, ist bei ihm genau richtig. Ein begnadeter Alleinunterhalten & Selbstdarsteller. Seine Busfahrerin schien übrigens auch recht begnadet zu sein, wie am nächsten Morgen von einem Ohrwinkel zum anderen grinsend berichtet wurde.


Danach startete das grosse Grauen. "Copy & Paste" sind eine grosse, lange Heuschrecke (männlich) sowie ein dicker, kleiner Käfer (weiblich), die auf der Bühne erst eine halbe Stunde an ihrem Leinentuch für die Beamerinstallation rumbasteln, sich anschliessend mit albernen Herzchensonnenbrillen auf die Bühne stellen und etwas machen, was sie wohl als Elektro-Punk bezeichnen würden (lies: arty-farty Rumgezappel mit dem was MIA vor ein paar Jahren fabriziert haben (und was danals auch schon schlecht war)). Musik für Leute, denen Techno und Punk zu assi und zu wenig intellektuell sind. Mit meinem schon qualitativ ansprechenden Alkoholpegel konnte ich mich nur mit Mühe davon abhalten, nach der Steckdose zu suchen, um denen den Saft abzudrehen bzw. denen einfach mal eine Bierflasche auf die Bühne zu schmeissen. Das charmanteste war noch die Ansagen mit "diesse süsses französisches Akzent".


Sonntag verbrachte ich den Tag mit einem 6stündigen Spaziergang. Rauf auf die Alp, lecker Rösti essen und dann auf 1600 m die Berge entlang laufen. Kühe streicheln, Bergwasser trinken und ganz viel Natur inklusive Regen und Hagel inklusive. Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas Spass machen würde.

Danach gings noch für eine weitere Runde ins Grünenwald, allerdings eigentlich nur, um "Beelzebub" zu sehen, die mit diesem charmanten Mix aus Blues, Punk & Rockabilly mit leichten Horror- und Countryanklängen die Bühne rockten. "Al-Berto & the Fried Bikinis" stellten sich als betulich klampfender Studenten-Pop dar und zwar Fussgängerzonenstyle. "Love Boat" waren meiner Meinung irgendwie beatig, aber ich kann dazu nicht mehr sagen, weil ich da schon total müde war.


Am Montag waren dann noch einmal Berge & Älplermagronen angesagt. In der Agenda fürs nächste Jahr eingetragen und schon ein absoluter Pflichttermin!

Mittwoch, 6. Mai 2009

Neuer Job.

Sorry, dass ich derzeit so ruhig bin. Mein neuer Job nimmt momentan ziemlich viel Zeit in Anspruch. Ich hoffe, dass das bald wieder besser wird. Viele liebe Grüsse.

Montag, 4. Mai 2009

Soul, Sonne, Saufen, Schweinshaxe & advanced Posertum - ein Wochenende in Bamberg

Das vergangene Wochenende war ich beim Soul Shakers Weekender in Bamberg mit den lieben Lästerschwestern verabredet. Ein Wochenende Soul, Sonne, Saufen & Schweinshaxe. Ein Weekender heisst: Freitag & Samstag Party mit der geilsten Musik der Welt, Leute treffen, Pläuschchen halten, lästern, Spass haben, sich schick machen, ordentlich Sekt. Und dann tagsüber wieder restaurieren, lecker frühstücken, shoppen, bummeln.

Nebenbei gabs auch herzlich viel zu lachen. Subkultur hat ja immer viel mit Posertum zu tun. Wer das nicht erkannt hat, der verkennt das Wesen der Subkultur (meiner persönlichen Meinung nach zumindest). Es geht um Selbstdarstellung und um Selbstinszenierung. Jetzt habe ich aber festgestellt, dass man es mit diese Inszenierung eines "Way of Life" doch etwas übertreiben kann. Bei allen spinnerten Aktionen, ist dies doch ein neuer Höhepunkt. Um die supercoole Sau raushängen zu lassen, die von allen Anwesenden den allerdicksten Strahl pisst, wurde doch tatsächlich eine LI Serie 2 (schönes Teil, sieht so ähnlich aus wie die oben) von Mainz nach Bamberg (250 km) in einem Transporter rangekarrt, um dann einen halben Tag vor einem Café rumzustehen und dem Besitzer einen "übercoolen" Auftritt zu ermöglichen. Sorry, Kleena, aber das ist nur cool, wenn man sich dabei nicht erwischen lässt und zumindest so tun kann, als wäre man ganz stilecht mit der Schüssel zum Weekender angereist. So ist das einfach nur peinlich. Fremdschämalarm. Die harten Jungs rocken die Strecke tatsächlich auf zwei Rädern ab. Die Jungs, die gerne hart wären, tun nur so.
Wer die Musik noch nicht kennt, dem sei diese Datenbank mit 10.000en von Soul-Songs ans Herz gelegt: http://www.thesoulgirl.com/music/andromeda1.php

by request: my tattoos

Die entzückende Jenna hat mich letztens gefragt, ob ich meine Tattoos schon mal gezeigt hätte. Nein, habe ich bislang noch nicht (zumindest nicht hier) und von daher mache ich das mal eben.

Meine erste Tätowierung waren die Flügel. Frei nach dem Motto: "Wenn schon, dann richtig..."


Dann kamen die Schwalben hinzu.


Bevor ich Deutschland in Richtung Schweiz verlassen habe, wollte ich gerne etwas haben, was mich an meine Heimat Berlin erinnert. Mir war klar, dass ich dort wahrscheinlich nie mehr wohnen werde, wenn ich Deutschland verlasse. Und woanders kann vielleicht "zu Hause" sein, aber nie "Heimat".

Zunächst war auch ein grosser Schriftzug bzw. Bären eine Überlegung wert, aber letztendlich wurde es dann die "Goldelse", also die Siegesgöttin, die auf der Siegessäule im Tiergarten steht.

Hier von vorne, also die Arminnenseite.


Auf der Banderole steht "Heimat für immer in meinem Herzen" - ich liebe Kitsch.





Normalerweise (also im Tageslicht) sind die Farben nicht so ausgewaschen. Ich habe mich zum ersten Mal an Farbe rangetraut, wollte aber, dass das nicht knallig ist, sondern "samtig". Daher
ist die Rose auch nicht tomatenrot, sondern eher weinrot.


Das Gesicht mag ich sehr gerne.


Die Strahlen sind toll und ich mag auch das Muster der Bänder und des Stabes, den sie trägt. Die Strahlen sind übrigens Freihand entstanden, also ohne auf der Haut vorgezeichnet zu werden (Ja, ich vertraue dem Tätowierer.... ;-)). Wahrscheinlich bin ich auch eine der wenigen Personen, die ein eisernes Kreuz tätowiert haben und keinen rechtsradikalen Hintergrund haben. Ich überlasse die Symbole meiner Heimat nicht irgendwelchen Vollidioten.

Dankeschön!!

Da bin ich gestern aus Bamberg zurückgekommen (mehr dazu später) und habe festgestellt, dass mittlerweile 30 Leser(innen) mein Blog öffentlich bei Blogger.com verfolgen und sich weitere 7 bei bloglovin.com für mich & den Kram, den ich hier so zum Besten gebe, interessieren. Das sind zwar keine grossen Zahlen, aber dafür blogge ich ja auch erst seit zwei Monaten oder so.

Von daher wollte ich Euch allen mal ein dickes Dankeschön sagen! Danke für Euer Interesse, danke für Eure comments!

Sonntag, 26. April 2009

Liebe annabelle...hasst Du eigentlich Deine Leserinnen? (Stilnotizen II)

annabelle ist eine Frauenzeitschrift in der Schweiz, die ich eigentlich sehr gerne lese. Interessante Artikel, die auch mal über mehr als eine Doppelseite gehen und auch der Modeteil ist für mich persönlich etwas interessanter als bei den übrigen Zeitschriften. Auch gestern hatte ich es mir mit der aktuellen Ausgabe und einer Zitronenlimonade auf der Terrasse gemütlich gemacht, als mein Blick auf die Rubrik New Look fiel.

Um es kurz zu fassen: vorteilhaft war ein Grossteil dieser Umstylings nie, mutig auch nicht, sondern eher im besten Fall etwas bieder und im schlimmsten Fall unmodern. Aber dieses Mal habe ich mich fast an meiner Limonade verschluckt. Entweder war diese Leserin zur Stylistin super unhöflich oder sie hat auf den Redaktionsflur gekotzt oder ähnliches. Anders kann ich mir diesen Styling-GAU nicht erklären.

Brigitte Grimm, 51 Jahre, wollte mal figurbetont gestylt werden. Aha. Dazu sollte man vielleicht anmerken, dass die gute a. nicht hässlich ist, b. keine grösseren Figurprobleme hat und c. für ihr Alter - wie ich finde - richtig gut aussieht und es daher nicht besonders viel gibt, was man kaschieren müsste.

Die Farbe des Rockes (oder der Jupe), wie man hier sagt und des Wickeloberteils erinnert frappierend an diesen Rentnerfarbton, den wie nach einem inneren Gesetz gehorchend etliche Menschen in Deutschland und auch der Schweiz tragen, wenn sie das 60. Lebenjahr vollendet haben. Kitt heisst diese Farbe wohl. Graubraunschlammfarben könnte man auch dazu sagen. Wie auch immer, diese wirklich attraktive 50jährige Leserin, die den fatalen Fehler begangen hat, sich bei diesem Umstyling zu bewerben, versinkt in dieser Farbe total. Graue Maus ist noch nett ausgedrückt. Bei den rotblonden Haaren, der hellen Haut und den Augen hätte es doch farblich mehr Möglichkeiten gegeben, beispielsweise etwas in der Grün-Richtung. Der Wickelpulli betont nicht die Taille, sondern macht eine plumpe Körpermitte und quetscht ausserdem die Brust irgendwie ein (das Bild in der Zeitung gedruckt ist noch schlimmer, weil es das ganze Drama auf DIN A3 aufplustert)...Wickeloberteile sehen meist nur gut aus, wenn man 15 und/oder angehende Ballerina ist. Einen schönen Vorderbau betont man anders besser. Die umgehängte Kette sieht bieder aus bis zum Anschlag. Das einzige Nette sind die Schuhe. Anders kombiniert kämen die richtig gut. Aber eben: anders kombiniert.

annabelle, setzen 6 (deutsche 6!) für diesen Umstyling-Unfall.

Donnerstag, 23. April 2009

Chic trotz Fleischwunde am Daumen...

...das geht mit den genialen Glitzerpflastern von HEMA (niederländische Drogeriekette, hat aber auch Filialen in Deutschland). Die gibt es dort supergünstig (ich glaube 1 oder 2 € für die Packung) und die Fraben gelb, weiss (also silber), blau & rot sind jeweils 5 Mal enthalten. Sie glitzern zwar nicht richtig, sondern sind eher glänzend, aber doch um einiges attraktiver als das gute alte Hansaplast. Dieses hält zwar etwas besser, aber einen Tag schafft es so ein Glitzerpflaster auf meiner Daumenkuppe inkl. Rollerfahren, Friseurbesuch, kochen & etwas aufräumen, Sekt trinken & mit Hund spielen locker. Und ich weiss jetzt wieder, wieso einem in Kindergarten & Shule immer gepredigt wurde, dass man mit einem Messer nicht zum Körper hin- sondern vom Körper wegschneiden soll. Ich habe mir nämlich beim Kakaobutter abschneiden richtig schön in die Daumenkuppe gesäbelt. Geblutet hats wie Schwein. Wehgetan auch. Aber das sind ja bekanntlich Kollateralschäden und sonst wäre ich ja nie dazugekommen, dieses coole Gadget mal hier vorzustellen. Hat also doch sein gutes, dass ich zum Körper hinschenide und mir das auch partout nicht abgewöhnen will.




Dienstag, 21. April 2009

Zürich am Sechseläuten

Der Beschreibung des Sechseläuten in Zürich im Blog chic und schlau ist nichts hinzuzufügen. Von daher verlinke ich mal einfach zu ihrem Eintrag zum Sechseläuten, denn besser könnte ich es selber nicht beschreiben.

Von daher nur einige kleine Eindrücke von einem wunderbaren, sonnigen Nachmittag in einer der schönsten Städte der Welt.










Lecker Verpflegung....



..und ein strategisch guter Platz auf dem steinernen Geländer einer Limmatbrücke sind essentiell (Waaaah. Mit der Fisur sehe ich so langsam aus wie Andy Warhol...)..

Sonntag, 19. April 2009

Stilnotizen I - Zürich

Gestern "im Ausgang" - wie man hier so schön sagt - sind mir im Laufe des doch eher kurzen Abends folgende Dinge aufgefallen:


  1. Treggings in acid-washed sehen bei Männern doof aus. Insbesondere in Kombi mit spitzen Schuhen. Schock lass nach.
  2. Creepers sind immer noch coole Schuhe. Und Rote Haare sind "hot".
  3. Die Kombi Ringelshirt zu schwarzem Blazer, lässig geschnittener Straight und Pumps ist super. Im Büro.
  4. Der Lady Gaga-Style greift hier massiv um sich.
  5. Kombis im Gossip-Girl-Style sehen im wahren Leben ziemlich doof aus und hinterlassen in Bezug auf die Trägerin einen ähnlichen Eindruck. Besonders, wenn dabei ein nicht-so-ganz-flacher-Bauch betont wird.
  6. Nerd-Brillen sind überbewertet. Insbesondere, wenn man sie auf jeder zweiten Nase des Mädels-Typs "Ich-wäre-gerne-kretaiv-und-intellektuell-und-ausserdem-tue-ich-so-als-wäre-ich-Iekeline-Stange" ihr Unwesen treiben. Ausserdem ziemlich uncool, wenn man in den Club kommt und erst einmal nichts sieht, weil man eine beschlagene Brille spazieren führt.
  7. Bauchfrei ist anscheinend wirklich wieder im kommen. Allerdings nicht bei mir.
  8. 80s-Style ist tot. Es lebe der 80s-Style. Ich kann allerdings Kleid+Leggins+80s Pumps in türkis (oder jeden anderen auffälligen Farbe) nicht mehr sehen. Es sah schon vor 20 Jahren nicht gut aus.
  9. Dafür ist der Emo-Style wieder ausgestorben. Bin noch unschlüssig, ob ich das eher gut oder schlecht finden soll, liegt aber wohl daran, dass ich dem gegenüber schon immer indifferent war.
  10. die-hard-40s-style lässt einen im besten Fall wie die/der eigene Mutter/Vater aussehen, im schlimmsten Fall wie die/der eigene Grossmutter/Grossvater. Sorry Mädels & Jungs.

Samstag, 4. April 2009

Der käufliche Erwerb von Gin oder: sind Sie denn schon 18?

Vorweg: ich werde in knapp drei Monaten 30. Ja, genau die grosse runde 3-0, die allen Frauen Angst macht und sie zittern lässt (so man denn der einschlägigen Frauenpresse glauben mag - bis zu diesem Zeitpunkt muss man entweder Kinder haben oder Karriere gemacht haben oder zumindest verheiratet sein. Am besten alles natürlich auf einmal...).

Heute mittag habe ich mich zum Denner begeben, weil ich unbändige Lust auf einen schönen Gin Tonic mit Zitrone auf der Terrasse hatte: Eine Bio-Zitrone und ein Fläschchen Tonic Water hatten bereits den Weg in mein Einkaufsbeutelchen gefunden, nur der Gin fehlte, da der Coop (neben der (!) MIGROS der Standardsupermarkt in der Schweiz) bei uns im Dorf keine gutsortiere Hart-Alk-Abteilung hat. Er hat vor der Übermacht des "Schweizer Discounters" (Eigenwerbung im Gegensatz zu den "deutschen Discountern" Lidl & ALDI) Denner kapituliert, der den Vertreib von weichen Alkohol wie auch den harten Sachen in fester Hand hat.

Ich mag Denner nicht besonders (man stelle sich ihn so vor wie ALDI vor 20 Jahren - gemütlich ist anders) und gehe da eigentlich nur hin, um (genau!) Wein & Schnappes zu kaufen. Also an dem verwelkenden Discountergemüse vorbei und schnell den Gin aus dem Regal (zwecks Diebstahlssicherung direkt an der Kasse) geangelt und dann nichts wie ab zur Kasse.

Die Dame guckt mich an. Dann den Gin an. Und dann wieder mich an. Ich denke noch "Was guckt die so komisch?" und da kommt schon wie aus der Pistole geschossen die Frage, die sich jede fast 30jährige wünscht: "Sind Sie denn schon 18?" Wahrheitsgemäss - nach einem kurzen Moment der Realisation der Frage in meinen Gehirnwindungen - beantwortet kommt das penetrante Nachhaken: "Haben Sie (jaja, mir die Volljährigkeit nicht zutrauen, aber schon siezen) denn einen Ausweis dabei? Ohne Ausweis kann ich Ihnen nichts verkaufen...". Ich hatte natürlich keinen Ausweis dabei und ertappte mich kurz bei dem Gedanken, die Rückfrage "Schon mal 'ne 17jährige mit einem zutätowierten Unterarm gesehen?!" zu stellen, verkniff mir dies doch und fand doch tatsächlich meine Monatkarte, auf der doch tatsächlich mein Geburtsdatum aufgedruckt ist. Hallelujah, ertönten die himmlischen Alkoholglocken von oben und ein sanfter Chor erklang ("17 Fanken 95 macht das...") und ich konnte beglückt von dannen ziehen.

Was lernen wir daraus? Alkohol konserviert. Darauf noch einen Gin Tonic.

Cheers,

eurer Prost Hütchen.

Donnerstag, 2. April 2009

Geschafft (bin geschafft und es ist geschafft ;-))!

Verehrte Leserinnen und Leser dieses Blogs,

die vergangenen Tage waren in erster Linie durch meine putzmuntere Abwesenheit geprägt, aber diese Abwesenheit vom Netz hatte in erster Linie den Grund, dass ich meinen Umzug hinter mich gebracht habe.

Demzufolge waren die Tage geprägt von Kisten packen, fluchen, dass man so viel Kram besitzt, dem festen Vorsatz mindestens die Hälfte davon auszusortieren, Geschleppe, der Feststellung, dass es ja immer mehr ist, als man zunächst gedacht hat, auspacken, aufbauen, ankommen, Internet funktiontüchtig machen, meine IKEA-Skills entstauben und letztendlich irgendwie auch mal die Zeit finden, auch nur eine kleine Nachricht zu schreiben. Was ich hiermit tue. Also, die Wohnung ist schön, ich fühle mich wohl und wenn mein Vor-mich-hinwerkel-Keller eingerichtet ist, werde ich auch wieder mit schönen neuen Dingen aufwarten.

Es grüsst euch demnach herzlich
Euer Pony Hütchen