Dienstag, 13. April 2010

Einige kurze Gedanken zum Thema "Anonyme Kommentare"

Nein, ich bin nicht so selbstverliebt und ichbezogen, wie es hier manchmal rüberkommt. Überhaupt nicht. Bloggen ist eben so eine mehr (bei manchen) oder weniger nette (auch bei manchen) Art des Egotrippin'. Manch einer kann es sich kaum vorstellen, aber ich lese tatsächlich auch in anderen Blogs und die Linkleiste auf der rechten Seite dient wirklich nicht nur dazu, dort Platz wegzunehmen.

Was mir wieder einmal in den letzten Tagen aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass negative Anmerkungen und Kommentare oftmals als anonyme Kommentare gepostet werden. Oder andersherum ausgedrückt: bei den anonymen Kommentaren ist eine Vielzahl von neutralen oder negativen Kommentaren dabei; der Anteil scheint mir weitaus höher als bei den nicht-anonymen Kommentaren.

Zuerst frage ich mich, was der Sinn von negativen Kommentaren ist. Frust ablassen? Andere mies machen, damit man sich selber besser fühlt? Sich freuen, dass auch bei beliebten Blogs mit vielen Lesern mal etwas zu meckern da ist? Wieso kann man nicht nach dem Motto "If you can't say something nice, it's better to say nothing at all." die Klappe halten? Zumal auch hier wieder gilt: erst einmal selber besser machen.

Ich weiss, wer bloggt, begibt sich mit seiner Persönlichkeit und oftmals auch zu einem Teil mit seinem Privatleben in die Öffentlichkeit und muss damit rechnen, dass ihn die Leute nicht nur toll finden. Aber wir sprechen hier ja nicht von konstruktiver, sachbezogener Kritik, die dem Blogger weiterhilft, sondern - platt gesagt - von "doof von der Seite anlabern".

Dann frage ich mich, wieso man seine Kritik nicht auch einfach so unter seinem Namen äussern kann. Wieso muss das zu einem grossen Anteil dann anonym sein? Ist das Feigheit? Sind diese Personen nicht in der Lage, für ihre Meinung einzustehen? Oder geht es darum, der betreffenden Bloggerin von vorne (also mit nicht-anonymen Kommentaren) in den Arsch zu kriechen und ihr hintenrum mit den anonymen Kommentaren in selbigen zu treten.

Ab einem gewissen Alter sollte man doch die Reife haben, für seine eigenen Meinungen und Auffassungen einzutreten. Von daher kann ich nur sagen: anonyme negative Kommentare sucken mal big time und stammen anscheinend von Personen, die diese Reife einfach noch nicht haben.

7 Kommentare:

  1. huhu

    ich verstehe es auch nicht.
    wenn ich bei msn angezeigt bekomme "anonym hat einen kommentar hinterlassen weiss ich schon was das bedeutet -.-
    in 9 von 10 fällen ist es ein negativer kommentar.
    ich muss aber ehrlich sagen,ich habe mitleid mit diesen menschen..die haben scheinbar niemanden und sie können auch nix.sie sind neidisch auf das was andere können und machen dass nach dem motto "was ich nicht haben kann das soll auch kein anderer haben"
    ich lösche die kommis meistens und dann hat sich das erledigt :)

    lg lisa

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  2. Ich habe mein Blog für anonyme Kommentare gesperrt. Wer sagen will, dass er was und was er scheisse findet, der kann das auch so sagen. Das ist übrigens eben auch meine Beobachtung: der Anteil negativer Kommentare ist bei den anonymen sowas von gross....

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  3. Ich musste aufgrund von heftigen Beleidigung die Kommentierfunktion für Anonyme ja auch schon vor einiger Zeit sperren. Das ist mittlerweile fast 1 1/2 Jahre her. In dem halben Jahr, in dem man noch anonym kommentieren konnten, erhielt ich 3-4 dumme Kommentare am Tag (man kann sich ausrechnen, wie viele es jetzt wären, wo ich doch schon eine beachtliche Leserzahl zusammen habe). Ich schloss die Funktion mit dem Hinweis, dass man mir ab sofort gerne E-Mails schreiben könne, um Kritik zu äußern, weil Anonyms sich ja gerne behaupten, man hätte Angst vor ehrlichen Meinungen und würde deshalb die Kommentarfunktion abschalten. Weißt du, wie viele Mails mit Kritik ich seitdem bekommen habe? Eine einzige, aber hilfreiche. Traurig aber wahr. Die Leute trauen sich nicht mehr, mir Sachen an den Kopf zu werfen, weil die E-Mailadresse ihnen ein Gesicht gibt und die Tatsache, dass ich antworten und meine Meinung vertreten kann, sie einschüchtert. Vermute ich zumindest.

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  4. Ganz ehrlich? Diese anonymen Kommentare sind es nicht wert auch nur einen Gedanken an sie zu verschwenden. Ich weiß das ist schwer bis manchmal unmöglich.

    Was viele User leider oft zu vergessen scheinen ist die Tatsache, daß man einen Blog in erster Linie zu seinem eigenen Vergnügen betreibt. Kein Blogger und kein Youtuber dieser Welt ist verpflichtet, seine "Fans" ihrem Geschmack entsprechend zu unterhalten oder sich gar anzupassen, damit man ihn/sie "netter" findet. Take it or leave it. Wem ein Blog nicht gefällt, der sollte ihn einfach nicht lesen.

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  5. Klar sind sie es irgendwo nicht wert. Was mich erstaunt, ist einfach der Zusammenhang zwischen negativem Feedback = ananymer Kommentar. Ich dachte immer, das Netz sei so anonym per se, dass es den Leuten egal ist ob der Blogger jetzt "Susi123" für einen Arsch hält, weil die gesagt hat, dass was scheisse aussieht.

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  6. So richtig anonym ist es ja nicht, das Internet, oder?

    Also wenn ich unter meinem Nickname oder sonst irgendeinem Namen kommentiere, könnte man mich ja zurückverfolgen und dann müsste ich (der anonyme Hater) mich ja eventuell den Konsequenzen meiner unkonstruktiven Ausbrüche stellen. Für seine Meinung einstzustehen erfordert eben mehr Eier als die meisten user zu haben scheinen.

    Vielleicht kommt zu dem fehlenden Rückgrat auch einfach Faulheit dazu, so daß die Anonymen sich für einen puren Hater-Kommentar garnicht erst die Mühe machen sich irgendwo einzuloggen.

    Ooooh, schon wieder so viele blöde Gedanken darüber gemacht.... ich hör jetzt sofort auf ;D

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  7. Hihi....ich glaube wir hören am Besten jetzt alle auf, uns da noch länger Gedanken zu machen. Es bringt eh nichts. Man kann es zur Kenntnis nehmen, kindisch finden und dann abhaken. Und sich heimlich wundern, wer so etwas macht...

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