Mittwoch, 2. März 2011

Video killed the Radio Star - oder Sponsoring will kill the Beauty Star?

Liebe Leserinnen

Das folgende Thema huscht mir schon seit einiger Zeit durch den Kopf und ich möchte daher mal einige Gedanken zusammenfassen und mich interssiert - wie auch immer - Eure Meinung einfach brennend. Und selbst, wenn ich mich jetzt irgendwo tierisch in die Nesseln setze - unsere hübschen Köpfchen sind meiner Meinung ja nicht nur dazu da, um bunte SchminkiSchminki draufzuschmieren.

In den letzten sechs Monaten hat eine Reihe von "Skandalen" die "heile" You-Tuber-und-Blogger-Welt erschüttert. Obs nun das HR-Drama war (inkl. Beschimpfungen und seitenlangen Blog-Statements), die Zusammenarbeit einzelner "Gurus" mit Kosmetikfirmen, das leidige Thema "Wer bekommt von wem wieviel kostenlosen Schminkkram?", Sponsoring, angeblich mehr oder weniger "junge & willige" Zugpferde für "Website-Projekte", gekaufte Reviews, mehr oder wenig geglückte Profilierungsversuche auf deutschen Privatsendern oder das Youtube-Partnerprogramm. Kritischen Stimmen wird reflexartig vorgeworfen, sie seien "Hater" oder doch "nur neidisch", statt sich sachlich mit dem Inhalt der Kritik auseinanderzusetzen.

Dieses "OMG-ich-bin-ein-Youtube-Superstar!" in Kombination mit "Da will ich jetzt aber auch Geld verdienen mit, weil in Amerika klappt das schliesslich auch!" und das auf Kritik nachfolgende "Ich-mach-das-doch-nur-für euch...." finde ich persönlich etwas seltsam, genauso wie die um sich greifende Raffgier, die sich vor allem über die Erwartungshaltung "Ich habe jetzt ein Blog, da erwarte ich aber auch, dass ich mit Gratis-Produkten zugeschmissen werde." definiert.

Mal ehrlich, ich bekomme das ganz ungefiltert mit: In schöner Regelmässigkeit bekomme ich Anfragen, ob ich nicht dieses und jenes sponsern will plus hier noch noch was kostenlos zum Testen zuschicken mag. Nein, ich mag nicht jeden sponsern und als winzigkleines Nano-Business (selbst Micro-Business triffts nicht wirklich) kann ich das auch unter einem finanziellen Aspekt gar nicht. Zumal es mich ärgert, wenn ich schon an der Email sehe, dass man sich mit "PonyHütchen" als Marke wirklich überhaupt nicht auseinandergesetzt hat, sondern dieselbe Mail an 10.000 andere Unternehmen ebenfalls geschickt hat. Ich schreibe dann eine nette Absage und bitte um Verständnis, dass ich nicht jedem etwas zusenden kann. Oft genug kommen dann Mails mit netten Beschimpfungen zurück.

Schreibt man denn wirklich nur ein Blog, um Gratis-Produkte abzustauben? Oder weil es ein Hobby ist, an dem man Spass hat? Gehts nur noch darum sich wie Strassenhunde um die Abfälle einer mehr als fragwürdigen Industrie zu kloppen, weil man sich geschmeichelt fühlt, wenn einem da in bestem Eigeninteresse ein Brocken zugeschmissen wird? Sorry, aber wenn mich ein Produkt wirklich und aufrichtig interessiert, dann investiere ich das Geld doch auch - bevor das ganze Sponsoring überhand nahm, hat man das Geld ja schliesslich auch ausgegeben.

Ich habe auch nicht den Eindruck, dass dieses ganze Sponsoring der "Szene" unbedingt gut getan hat. Wo früher doch eine erhbeliche Kreativität an den Tag gelegt wurde, sich viel Mühe gegeben wurde mit Tutorials, Anleitungen, How-tos, Tipps und Reviews, habe ich jetzt den Eindruck, dass oftmals nur noch die offiziellen Pressematerialien der aktuellen essence-LE/MAC-LE mit der bekannten "Doktörchen-Methode" Ctrl+C und Ctrl+V in den Blogs auftauchen, kreative Make-Ups (oder überhaupt Make-Ups) immer weniger eine Rolle spielen und Reviews mehr oder weniger gelangweilt abgespult werden. Ist irgendwo klar: was man selber gekauft hat, muss einen ja irgendwo angesprochen haben (auch wenn sichs hinterher als Fehlgriff herausstellt), was man zugeschickt bekommen hat, hat man ja im Endeffekt nicht selber ausgewählt. Versteht mich nicht falsch: auch ich freue mich, wenn ich mal was testen kann, aber das ist nicht Grund für diesen Blog und bevor ich da eine halbherzige Review hinkliere, der man anmerkt, dass man dazu keinen Bock hatte, lasse ich es lieber komplett sein.

Eines sollten wir nicht vergessen: momentan ist die "Szene" auf dem besten Wege, das zu verlieren, was sie so erfolgreich gemacht hat (und für PR-Firmen so ungemein interessant): ihre Authenzität. Und das wäre wirklich schade. Aber momentan sieht es wirklich so aus, als würde sich die "Szene" zu einem billigen Sprachrohr (Schon mal überlegt, was so Anzeigen in Zeitschriften kosten? Und hier reichts aus, mal nen paar Gratisprodukte aus der Portokasse springen zu lassen...) für die Verlautbarungen der Beauty-Industrie entwickeln.

30 Kommentare:

  1. Du hast vollkommen recht mit deiner Einschätzung der Lage!!! Erstaunlich, wieviele "Beauty"-Blogs auf einmal aus dem Boden gestampft werden, mit eben jenen fadenscheinigen Begründungen, die du aufführst!!!
    Da erinnere ich mich mit Grausen an das 16jährige Mädel, das hochpreise Marken zur Schau stellt, auf Neider dann mit deinen angesprochenen "Ihr seid ja nur neidisch und ich tu das alles nur für euch"-Kommentaren kurzzeitig schmollend in der Ecke sitzt!
    Diese "Geiz ist geil"-Methode nimmt langsam überhand, was wir leider dieser Gesellschaft, pardon, Konsum-Gesellschaft zu verdanken haben! Jeder will alles haben und am besten noch umsonst. Etwas dafür investieren? Nicht doch.. warum auch!

    Gelinde gesagt: ich find es zum kotzen, was da grad abläuft, egal ob im RL oder in der Blogger-Szene!

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  2. Die Blogosphäre hat sich schon längst abgeschafft. Was geblieben ist, ist doch nur eine Sammlung von drittklassigem Trash und ein paar Helden, die noch wacker durchhalten. Ich bin froh, gegangen zu sein. Ich glaubte mal an die Kraft und Revolution, weil ich dachte, Bloggen sei genau das: Stimmen außerhalb der geld- und mediengesteuerten Welt. Menschen, die sich mit anderen Menschen austauschen. Wie ein sehr großer Stammtisch. Aber was ist aus der einst idealistischen Idee geworden? Nichts. Nur ein paar Kinder, die unbedingt um jeden Preis famous werden wollen, aber keine Kritik einstecken können. Am Ende überleben nicht die talentiersten, sondern die, die keine Würde haben und für Geld alles tun.

    Toller Beitrag.

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  3. AMEN!!!

    *zustimm*
    Ganz deiner Meinung!!!

    Lg
    Liri

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  4. Ach wie schön das das mal laut gesagt wird! Ich ärgere mich in letzter Zeit eigentlich nur noch wie es auf so manchen Blogs läuft. Von der Youtubewelt habe ich mich komplett distanziert weil mir nicht einer einfällt bei dem ich nicht das Gefühl habe das er gesponsort wurde.

    Ich habe auch vor einiger Zeit eine Anfrage der Firma XY bekommen in der stand das ich künftig LE´s bekommen würde wenn ich in meinen (ehemaligen) Videos berichte, die Firma lobe und gewisse Worte wie "stylish, innovativ oder wirklich klasse" nenne.
    Grausam, zumindest für mich!

    Ich habe nicht die Hunderte an Lesern aber die die ich habe schreiben immer ehrliche Kommentare, gleich ob es eine LE ist (von der ich etwas gekauft habe), ob es sich um Klamotten oder gar einem ausprobierten Rezept handelt.

    Wir warten mal ab bis der Trend des Beautyblogs vorrüber geschwappt ist und schauen dann mal wer dann noch bloggt, das sind weiterhin die die nicht unendlich gesponsort wurden oder sich mit ständigen Gewinnspielen Leser erbettelt haben.

    Wirklich toll das du das ansprichst!!!!!!!
    Thumbs up!

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  5. Oh das finde ich auch schlimm, wenn Blogs doch wirklich die Firmen anfragen. Anders rum finde ich es in Ordnung. Es ist ja eine Ehre für den Blogger und beide Seiten haben ja was davon. Aber nur seinen Blog aufzumachen, um abzustauben-komisch. Ich persönlich habe noch nie was zugeschickt bekommen. Das ist auch voll okay! Mein Blog ist ein Tagebuchblog und mehr nicht :)
    Aber guter Artikel.

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  6. Ein toller Post! Du hast Dich meiner Meinung nach nicht ein Stück in Nesseln gesetzt. ;-) Ich stimme Dir bei allen angesprochenen Punkten zu.

    Ich muss gestehen, wenn ich bei schon im Vorwort lese "habe ich zugeschickt bekommen", mag ich oft gar nicht weiterlesen. Ich empfinde diese Reviews oft als nicht ganz ehrlich. Die Kritik fällt wohl doch oft besser aus, aus Angst die Quelle schickt keinen Nachschub mehr. ;-) Das ist nicht immer so, aber mir ist das bei einigen schon aufgefallen.

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  7. damit bin ich vollkommen einverstanden, wenn ich über etwas schreibe, dann nur, weil ich mich selbst damit angefreundet habe und wie du so schön sagst, es selbst gewählt habe!

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  8. Ich habe meinen Blog zu einer Zeit erstellt, wo es dass noch nicht gab mit dem Sponsoring. Irgendwie hab ich das ganze dann wieder sein lassen, nun aber wieder aufgegriffen und war überascht, dass jedem Blogger plötzlich LKW weise Gratissachen übergeschüttet werden.

    Solche Mails habe ich aber nicht bekommen. Oder ich finde sie nicht ;)

    mich langweilt dieses "auch ich habe das P2 gloss mania zugeschickt bekommen" :/

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  9. gut gemacht, irgendwas merkwüdiges geht da draussen vor. ich bin froh so leute wie dich noch da draußen zu finden. einerseits habe ich dich geaddet, weil ich selbst des öffteren in der schweiz bin, zum anderen deine meinungshaltung. das blogen ist ein trend an sich, auf den ich leider auch vor 5 monaten auf gesprungen bin, also bin ich mit meinen 31 jahren auch ein neuling von vielen. aber hey, ich versuche mein ding mit ehrlichkeit gut zu machen, wenn das jemand nicht zu schätzen weis, that's it. ich kann dem jenigen dann auch nicht mehr helfen.

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  10. Ich finde es immer ein bisschen traurig dass oftmals alle in einen Topf geworfen werden und damit meine ich nicht dich Hendrike !

    Es gibt immer nur Debatten darüber, dass man sobald man gesponsort wird gleich den Spass am Bloggen verliert und nur noch von Raffgier gepackt wird und dadurch quasi der Charakter des Blogs verdirbt!

    Ich persönlich bekomme wirklich viel gratis, aber wenn man es angeboten oder einfach zugeschickt bekommt ,was ist daran schlimm?

    99% würdens genauso annehmen und davon ab, könnte ich sicher nur nen Bruchteil an Produkten vorstellen und keine so große Bandbreite zeigen wenn ich alles selbst finanzieren würde!

    Meine Objektivität hat noch nie darunter gelitten ob etwas umsonst oder selbst gekauft war und mich nervt es langsam dass einem gleich Unehrlichkeit unterstellt wird nur weil ein Produkt gesponsort war!

    Zu sagen dass diejenigen die durchhalten ihre Würde verlieren und für Geld alles tun finde ich schon ne krasse Aussage , denn ich würde auch ohne sämtliches Sponsoring weitermachen, weils mein Hobby und Leidenschaft ist...kann man nicht einfach auch annehmen das es Blogger gibt die das aus Spass tun, ehrlich sind und trotzdem auch gesponsortes zeigen?

    Ich glaube das ist für manche unmvorstellbar und das macht mich echt sauer :((

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  11. Ich glaub ich kann nicht mehr sagen als: Du hast den Nagel absolut auf den Kopf getroffen.

    Ich finde beim Bloggen sollte es um den Spass am verfassen von Beiträgen geben und nicht darum irgendwelche gratis Probem abzustauben. Mir ist jetzt ganz ehrlich noch nie in den Sinn gekommen bei irgend einer Firma um Proben zu betteln. Wie du gesagt hast, wenn einem ein Prdoukt wirklich interessiert, sollte einem das Geld dafür auch nicht zu schade sein, es selber mal zu kaufen und zu testen. Und das betreibe ich gerne auch so ^^

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  12. Ich finde, hier wird zu wenig differenziert. Wenn man von der "Szene" spricht, dann merkt man hier keinen Unterschied zwischen dem Bloggen und den Fashion/makeup/Styler-Blogs, obwohl das zweite nur ein winziger Teil vom ersten ist.

    Zum Bloggen gehört noch so viel mehr und trotzdem halten sich viele für die Spitze des Eisbergs. (Ich will absolut niemanden irgendwas unterstellen). Aber man muss sich immer noch vor Augen halten, dass die Blogosphäre so viel größer ist und bei den deutschen Blogcharts in den Top100 vielleicht 10 Modeblogs auftauchen (ist nur ein Schätzwert, hab nicht genau nachgezählt, können auch 10 mehr sein).

    Ich glaube, da immer auf andere zu schielen ist sowieso nciht die Art. Bloggen sollte etwas sein, was man für sich macht und nicht um sich irgendwie als Star der "Szene" zu profilieren. Deshalb sollte man doch sowieso sein eigenes Ding durchziehen und nicht um irgendjemand zu gefallen.

    Es ist die eigene Entscheidung ob man Zusendungen oder Sponsoring annimmt, aber daran ist auch nichts verwerfliches, so lange man es mit sich selbst vereinbaren kann. Macht sowas nicht jeder Blogger untentgeldlich? Wenn mri etwas gefällt, schreibe ich darüber und empfehle es. Ganz ohne, dass ich was dafür bekomme...

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  13. Ich sehe das sehr ähnlich. Allerdings verfolge ich eher Wegklicken-statt-aufregen-Taktik. Blogger, die mir suspekt sind, werden nicht verfolgt. Für mich überwiegt am Ende nämlich fast immer die Sympathie, und die ist sehr subjektiv. Ob manche Leute Gratisprodukte erhalten oder sich alles selber kaufen, ist meines Erachtens nicht so relevant. Wenn ich aber das Gefühl habe, dass Meinungen schwer von dem Fakt des Gratisdaseins beeinflusst sind, dann verfolge ich den Blog nicht mehr.
    Auch empfinde ich es als dreist, sich bettelnd usw. an Firmen zu wenden. Aber auch das ist einfach Gewissens- und Einstellungssache. Ich mach sowas nicht, aber die Welt sieht vielleicht anders aus, wenn man noch 14 ist.
    Insgesamt finde ich, dass es in der Bloggersphäre viel zuviel unnötiges Drama und Rumgezicke gibt. Live and let live!

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  14. Ich stimme dem Beitrag generell zu und möchte auch auf das Feedback von Martha kurz eingehen:

    Genau dieses Rumgezicke zwischen den Bloggerinnen verleidet mir viel Freude am Bloglesen. Als ich angefangen habe zu bloggen war das nicht annähernd der Fall, ich hatte vielmehr das Gefühl, dass jeder mit Respekt und Toleranz den anderen gegenüber umgeht, und kein Neid im Vordergrund steht.
    Ich bin 44 Jahre alt und durchaus in der Lage mir meine Kosmetika selbst zu kaufen. Ganz selten bekomme ich Mail Anfragen von Firmen, vorwiegend aus Österreich, da ich ja hier lebe. Und ich sortiere und filtere. Ich kann kein Produkt reviewen, welches mich selbst nicht interessiert, nicht zu mir passt oder gefällt. Aus dem Alter bin ich raus, und dieses Filtern und Auswählen sollten sich auch junge Mädels erlauben "dürfen". Nicht alles was man vermeintlich gratis in den Rachen geschoben bekommt ist für einen das Richtige, sofern man authentisch bleiben möchte. Und nur das kann doch das Ziel in dieser Bloggerszene bleiben oder nicht?
    Authentisch und ehrlich sich selbst gegenüber. Ich habe bereits einige Blogs entabonniert, weil ich enttäuscht bin von billiger Meinungsmache und menschlicher, für mich nicht akzeptabler Umgangsart. Und ich bin glücklich über meine treuen Leser, die mir immer wieder zeigen, dass es auch anders sein kann. Nett, freundlich, durchaus kritikbereit, aber immer im Rahmen bleibend.

    Es ist vor allem die wechselnde Atmosphäre zwischen diversen Blogs, die ich meiden möchte. Entweder man bloggt gerne und mit Leidenschaft (gottseidank habe ich das Gefühl in meiner Blogliste durchwegs), oder man läßt es sein. Was bloggen ansich bedeutet haben offenbar viele nie begriffen. Schade.

    LG Petra :)

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  15. Ich schliesse mich Martha an, bei mir entscheidet auch der Sympathie-Faktor, ob ich einen Blog verfolge oder nicht. Allein vom Design der Blogs fallen die der 14-jährigen Gören schon gar nicht in mein Beuteschema ;)

    Spass beiseite. Ich kann diesen Kritikpunkt durchaus nachvollziehen, aber es gibt ja doch auch immer wieder Reviewer, die ihre Meinung objektiv aufzunotieren versuchen. Man kann schon sagen, dass die Einstellung, ein Gratisprodukt zu testen eine andere ist, als bei einem gekauften Produkt. Allerdings finden sich solche Vorurteile auch bei den Ottonormalbloggern, die keine Gratis-Samples zugeschickt bekommen: Heutzutage ist alles so extrem markengeil, dass man eher bereit ist, das xte neue Ding von einer gehypten Marke zu testen, selbst wenn sich jede Menge Dupes im restlichen Sortiment finden.
    Auch bei diesen Portalen, wo Produkttester gesucht werden, findet sich dieses Phänomen immer wieder: eine Marke sucht Tester und das Portal verschickt Einladungen dazu. Allein im Eingangsblog liest man schon hunderte böse Stimmen, die fluchen, weil sie wieder nicht im Projektteam oder zumindest in die engere Auswahl gekommen sind. Dann gehen wir eine Stufe höher zu den enger Ausgewählten: Da wird dann drauflosgeschrieben, wie toll die Marke und die Produkte der Marke doch seien, dass man soooo gern dabei wäre und es wird auch sonst noch genügend Kompliment-Glitter in den Arsch geblasen. Meist sind es genau diese Glitter-Blaser, die dann nicht ausgewählt werden und dann sich öffentlich darüber auslassen, was für eine Scheisssache das Ganze doch wäre.

    Jetzt bin ich abgeschweift und wieder viel zu ausführlich geworden, aber der Vergleich erschien mir passend.^^

    LG

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  16. Ich denke auch wie manche Andere, dass es nicht vollkommen enden wird, aber mit dem Ende des großen Hypes einige verschwinden werden.
    Ich finde das Sponsoring auch für mich als Leser teilweise hilfreich(bei Bloggern die ausführlich und kritisch testen und auch über negative Erfahrungen schreiben anstatt gar nichts über das Produkt zu bringen) und die vielen anderen lese ich eben nicht.Ich würde mich allerdings auch über mehr Blogs/Videos freuen, die da nicht mitmachen, ihre eigene Linie haben und sich auf Themen abseits von LEs und MAC konzentrieren.

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  17. Letztens musste ich total lachen, weil mir ein Sponsoring von einem Küchengeräte Online Shop angeboten wurde. Noch abwegiger ging es echt nicht. Es sind ja sooooooo viele Postings über Küchengeräte in meinem Blog :-D

    Generell sehe ich das so: Wenn mir was gefällt, schreibe ich was drüber egal ob die mir Pröbchen mailen oder nicht. Irgendwelche Presse Texte abtippen käm mir nicht in die Tüte. Ich lese zwar gerne was demnächst raus kommt, aber das kann man an so vielen verschiedenen Orten lesen, das ich das nicht auch noch schreiben muss. Darum auch keine Produktfotos in meinem Blog oder Fotos von Aufstellern. Gibt es schon überall, da halte ich es lieber kurz und knackig und schminke einfach was mit den Sachen. Wobei ich auch nicht unbedingt ein Beauty Blogger bin. Eher ein Retro Misch Masch Blogger mit Sockenschuss.

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  18. Was soll ich sagen? Recht hast du! Ich gebe ja zu, auch ich habe kostenlos Produkte zum Testen zur Verfügung gestellt in der Hoffnung, dass die Testerin genau so begeistert vom Produkt ist wie ich. Aber mir käme ja nie in den Sinn, auch noch Vorschriften machen zu wollen, was zu schreiben ist. Grundsätzlich geht es ja darum, zu sehen, ob ein Produkt bei Frauen gut ankommt oder nicht. Was nützt einem da eine unehrliche Antwort?! Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass gewisse Bloggerinnen nur gratis Produkte möchten. Es geht ihnen gar nicht darum, ob sie gut sind oder nicht. Hauptsache gratis! Grossunternehmen können sich das ja ohne Probleme leisten, aber "Nano-Firmen" wie ich oder eben auch du Hendrike sind doch noch auf den Verdienst angewiesen, oder?
    Liebe Hendrike, guter Beitrag, Gratulation.

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  19. "Schreibt man denn wirklich nur ein Blog, um Gratis-Produkte abzustauben?" - ich würde sagen: jeder dritte Beautyblog über den ich stolpere hat aus genau diesem Grund angefangen - dass einem das ganze (vielleicht) Spaß macht(e), war eher ein netter Nebeneffekt.
    Mich stört jetzt aber auch nicht Sponsoring im Generellen (es sind eher die "schlechten Erfahrungen", die es mittlerweile verdorben haben ;)), aber def fünfte Beitrag über ein Produkt, das dann auch am besten noch von 10 Leuten getestet wird, die man abonniert hat, ist auch nicht mehr sonderlich spannend. Und "nicht lesen" ist da irgendwie auch keine Option, wenn's mir den Google Reader mit vollmüllt. :D

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  20. Es war doch nur eine Frage der Zeit, bis die Firmen auf den Bloggerzug aufspringen werden, oder nicht? Das ist die billigste Art der Werbung! Und einige springen nur zu gerne auf den Zug auf. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass sich Qualität und Authentizität durchsetzen wird (vielleicht bin ich da auch blauäugig aber ich möchte das einfach glauben). Ausserdem gibt es ja durchaus Kriterien, und die sind so unterschiedlich wie die Menschen halt sind. Ich als nicht mehr ganz 20-jährige (*räusper*..) habe doch logischerweise ganz andere Erwartungen an einen guten Blog wie eine 15-jährige Frau (ich werte nicht, das ist nur eine Feststellung). Und: schlussendlich sind das einerseits natürlich die Leser die entscheiden was sie eben lesen möchten und andererseits wir Blogger, die die Themen bringen. Und ich kann sehr wohl entscheiden, ob mir ein Blog zusagt oder eben nicht! Und ich stelle fest dass ich nicht die einzige bin, die keinen Bock mehr auf das gefühlte 1000ste Review des gleichen Produktes hat. Das Gute daran: ich muss es auch nicht lesen! Und auch nicht abonnieren! Deshalb: seid kritisch- und zwar als Leser wie auch als Blogger!
    Noch eine kleine Anmerkung: genau das wird heute doch vorgelebt: jeder kann berühmt werden! Und zwar quasi über Nacht. Und das wird offensichtlich auch fleissig versucht. Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf: wenn ich mit Herz und Hirn meinen Blog mache und ich für mich weiss, dass ich eine eigene Meinung und Haltung habe die nicht gekauft werden kann (ich finde Gratis Produkte nicht grundsätzlich schlecht- die Frage ist was man daraus macht)- dann werden die Leser das auch merken. Und hoffentlich honorieren. Und schliesslich muss jede selber sehen, ob sie noch mit einem gutem Gewissen in den Spiegel schauen kann!

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  21. Danke, Hendrike, du sprichst mir absolut aus der Seele!

    Mir macht es nicht aus, wenn sagen wir einmal von zehn, elf Beiträgen einer ein Gratisprodukt enthält, solange es passt.

    Aber in vielen Blogs haben die Gratisprodukte so einen Einzug gehalten, dass es mir nicht mehr Spaß macht, sie zu lesen. Ich selbst blogge nicht und kenne mich in der Bloggerszene nicht so extrem super aus, aber ich finde dennoch, dass es in den letzten Monaten/Jahren eine extrem negative Entwicklung gibt.

    Blogger sagen oft, dass sie zwar Gratisprodukte annehmen, sich aber ihre Meinung nicht kaufen lassen. Dass sie bei ihren Reviews ehrlich sein wollen, glaube ich sogar. Was ich nicht glaube ist, dass die Meinung zu 100% die gleiche ist wie sie bei einem gekauften Produkt wäre. Ob man's selber wahrhaben möchte oder nicht, im Unterbewusstsein legt man automatisch geringere Maßstäbe an, weil man eben nicht selbst dafür teuer erarbeitetes Geld ausgegeben hat.

    Aber was noch viel bedeutender ist: Selbst wenn eine Review negativ ist, schon allein in dem man ein Produkt irgendwie erwähnt, macht man indirekt Werbung! Unfassbar, dass so viele Blogger sich dessen nicht bewusst zu sein scheinen und praktisch alles annehmen, was sie zugeschickt bekommen. Für ein Produkt von 15 Euro und einem falschen Gefühl des Geschmeicheltseins verkaufen sie Platz auf ihrem Blog für Produkte, die sie zu einem guten Teil niemals selbst im Laden ausgesucht hätten!

    Ich weiß, dass die Versuchung gerade für junge Mädchen groß ist. Aber sie sollten sich trotzdem nicht unter wert verkaufen. Jede Review, egal ob positiv oder negativ, ist eine Form von Werbung. Und jede Review kostet Zeit. Die Unternehmen schicken ein Produkt, das im Durchschnitt zwischen 5 - und 35 Euro kostet, erhalten dabei aber perfekte Werbung, die direkt auf ihre Zielgruppe ausgerichtet ist und sie vereinfacht ausgedrückt im Normalfall wohl Tausende von Euros kosten würde.

    Vielleicht denkt die eine oder andere Bloggerin mal darüber nach, bevor sie billig Platz für x-beliebige Gratisprodukte auf ihrem Blog vergibt. Ich habe lieber eine geringere Bandbreite von Produkten auf einem Blog, dafür aber einen, bei dem die reviewten Produkte vor allem die Handschrift der Bloggerin tragen, weil sie sie ganz alleine ausgesucht und ihres Geldes würdig befunden hat, ganz egal, ob sie am Ende Top oder Flop waren.

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  22. Hallo zusammen

    Bei sovielen Kommentaren kann ich leider nicht auf jeden einzelnen eingehen, ich schreibe nur noch generell was dazu.

    Bloggen ist für mich die einfachst und günstigste Methode, seine Meinung und seine Ansichten zu publizieren. Ich finde bloggen toll!

    Mir geht es nicht um einzelne Blogs, sondern eher darum, was das vermehrte Sponsoring nach meinem persönlichen Eindruck mit der "Szene" (bewusst in "" geschrieben macht). Es kann sehr gut sein, dass das in keinem Zusammenhang steht, aber ich habe irgendwo das Gefühl, dass viele Reviews lieblos abgespult werden, dass die Kreativität abgenommen hat, viele Blogs sich immer ähnlicher werden und dass der "Futterneid" massiv angestiegen ist. Und ich finde das irgendwo schade. Das heisst NICHT, dass ich meine, dass man automatisch nicht ehrlich ist oder der Charakter des Blogs verloren geht, nur weil man gesponserte Dinge vorstellt - ganz im Gegenteil, die 3-4 Blogs, bei denen ich die Reviews von gesponserten Dingen lese (die sind auch nach Symapthie ausgesucht), da habe ich den Eindruck, dass die Reviews ehrlich sind (dazu gehören übrigens auch die Lipglossladys ;-)). Sonst würde ich sie nicht lesen.

    Momentan bin ich eben auch dabei, mein eigenes Konsumverhalten massiv zu überprüfen. Ich habe immer noch zwei Produkte von Firma G. hier liegen. Die wollten, dass ich ein Riesenbanner ins Blog packe und noch ein Produkt ausführlich reviewe. Gegen Bezahlung (mal am Rande: das Geld wäre auch an Medica Mondiale gegangen). Nun habe ich festgestellt, dass das Unternehmen G. Tierversuche durchführt. Was mache ich nun? Verlose ich die beiden Teile? Reviewe ich die überhaupt? Schreibe ich der PR-Agentur und cce das Unternehmen G., dass ich keine Produkte reviewe, die an Tieren getestet wurden? Das Produkt an sich ist sogar recht ordentlich.

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  23. Ist sicher irgendwie eine Gewissensfrage.

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  24. Ich finde, man sollte keine Produkte reviewen wenn einem die Firma, die dahinter steht, nicht gefällt und man sie selbst in keinem Fall kaufen würde. (zumindest aus ideologischen Gründen. Wenn es nun darum geht, dass man ein Produkt bekommt von dem man nur schlechtes erwartet und es deshalb nicht kaufen würde, ist es schon etwas anders).

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  25. Bingo!
    Ehrlich mich nervt die "Doktörchen-Methode" auch gewaltig, genauso wie die langweiligen Reviews nach Schema F. Diese ganzen Blogs habe ich aus meinen Feeds geschmissen und surfe nur noch selten vorbei.
    Kreative, ausgefallene Makeup Tutorials findet man leider auch nur noch selten :-(

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  26. Da muss ich wohl auch noch meinen Senf dazugeben :)

    Beautyblogs, und dazu noch sehr oft sehr sehr übel designte, spriessen wie Tulpen in Holland aus dem Boden! Naja, jedem das seine, man kann (leider) niemandem verbieten zu bloggen. Ich finde, es kommt nicht so darauf an, ob man die Produkte nun selber gekauft hat oder nicht, schlussendlich kommt es auf guten Inhalt an.

    Bei uns kommen nur die wirklich guten Produkte auf den Blog, und jedes einzelne Produkt wurde ausgiebig von unseren über 20 Schreiberlingen auf Herz und Nieren getestet. Erhöht auch die Glaubwürdigkeit, als wenn immer nur eine Person über alle möglichen Produkte schreibt.

    liebe grüsse
    corinne

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  27. Interessanter Beitrag, ich bin durch Harrcore drauf gekommen.
    Vor kurzem hatte ich das Glück zu einer Social-Media-Tagung nach Ludwigsburg zu dürfen und kenne durch meinen Job, die Agentursicht und durch die Tagung die Firmensicht. Ich bin der Meinung, das man als Blogger das ganz einfach tun darf, wenn es moralisch für einen selbst vertretbar ist und ganz klar dazu steht, das der Beitrag gesponsert ist. Dabei verlange ich aber auch im Gegenzug von den Firmen, mir die Freiheit zu lassen, auch kritik in begrenztem Rahmen zuzulassen. Es gibt genug Blogger, auch in DE, die durch Sponsoring leben, sehr gutes Beispiel ist hier der LG Blog, wenn es ein geben und nehmen zwischen Blogger, Netz und der Firma ist!

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  28. Hallo! So ein interessantes Thema gibt's hier. Noch der Titel hat mein Interesse gleich geweckt Grüße!

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  29. ich finde es interessant, daß hier direkt 2 leute kommentiert haben, die sich nun wirklich vor JEDEN werbekarren spannen lassen. fehlt nur noch frau shopping dann ist das trio komplett...

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  30. Ich finde ja an sich Sponsoriung nix schlechtes - nicht falsch verstehen. PonyHütchen hat nicht Werbeetats ohne Ende und die Zusammenarbeit mit Bloggern ist für mich im Grunde eine der wenigen Wege, die Marke bekannt(er) zu machen. Ich habe auch kein schlchtes Gewissen, wenn ich Blogger anfrage deswegen, mir persönlich ist auch als Produzent eine ehrliche ungefilterte Meinung und ein direktes Feedback wichtiger als geheuchelte Lobhudeleien.

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